Koppel Peter

COFONDATEUR DU FORUM PME/KMU

Dans les années 80, Peter Köppel est chargé de cours en littérature française et comparée à l’Université de Zurich. Après une formation en analyse politique internationale, il devient consultant en entreprise à Saint-Gall. Il participe également à la rédaction du Livre blanc de David de Pury. En 1996, Peter fonde une agence de communication à Zurich. En 2009, il est l’initiateur et le coorganisateur du Forum PME/KMU pour le rapprochement alémanico-romand dans l'économie.

Les espaces communicatifs romand et alémanique - quelle différence!

Traduction en allemand de la vidéo de Peter Köppel:

Der welsche und der Deutschschweizer Kommunikationsraum - welch ein Unterschied!

Während der Westschweizer Kommunikationsraum eine Art Resonanzkörper bildet, wo alles, was an einem Ort geschieht, alsbald ein Echo an vielen anderen Orten hat, ist der Deutschschweizer Raum viel weniger kompakt. Die Entfernungen zwischen seinen Zentren sind viel grösser: Was in St. Gallen passiert, interessiert niemanden in Basel, was in Chur passiert, niemanden in Schaffhausen, während dem sich die Nachricht über das, was etwa in Neuchâtel, in Sion oder in Genf passiert, in der übrigen Westschweiz ziemlich rasch verbreitet. 

Es gibt deshalb in der Westschweiz Institutionen, die in der Deutschschweiz undenkbar sind: zum Beispiel das „Forum des 100“, an dem sich jedes Jahr Intellektuelle, Exponenten von Politik und Wirtschaft sowie Medienschaffende aus allen Ecken der Westschweiz treffen, auch aus der Grossregion Genf, die nach Frankreich ausgreift.

Ihre Debatten gehen die ganze Region an, sie werden anschliessend von der Zeitschrift l‘Hebdo publiziert und damit in die breite Bevölkerung getragen. Gegen 800 führende Persönlichkeiten mit einander im Gespräch: eine Unmöglichkeit in der Deutschschweiz. Da muss man sich mit der Sendung „Arena“ von SF1 begnügen.

Ein anderes Beispiel für den Resonanzkörper Westschweiz: die „Opération Minder“, auf Facebook lanciert und organisiert vom Generalsekretär der CVP Waadt, François Meylan. Das hat deshalb so gut funktioniert, denke ich, weil sich eine Dynamik zwischen Lausanne und Genf aufbaute, die dann auf periphere Orte wie Sion und Neuchâtel übergriff. Nichts dergleichen in der Deutschschweiz: Da sind die Distanzen zu gross für das stetige Hin und Her zwischen Virtualität und Realität, das für eine starke Mobilisierung unerlässlich ist.

Dieser Unterschied der Räume betrifft auch die Kommunikation der KMU. Ein Walliser Unternehmer, der im Raum Zürich eine Niederlassung gegründet hatte und in dessen Verwaltungsrat ich sass, sagte einst zu mir: „Ich zeige mich auf der Strasse, und die Kunden werden kommen.“ Das funktionierte nicht. Denn erstens ist im Raum Zürich der kommunikative Lärmpegel so hoch, dass es ein Megaphon braucht, um sich bemerkbar zu machen. Und zweitens nimmt auch dann noch kaum einer in Basel, St. Gallen, Aarau, Schaffhausen, Frauenfeld oder Winterthur davon Kenntnis. 

Dies gilt es beim Überschreiten der Saane zu bedenken, in beiden Richtungen. 

 

 

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